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Berechnung


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Wie wird die Rezeptgebührenobergrenze berechnet?

Der Sozialversicherung ist von jeder versicherten Person die Jahresbeitragsgrundlage bekannt, weil auf Basis dieser die Sozialversicherungsbeiträge berechnet werden. Aus den Jahresbeitragsgrundlagen wird unter Berücksichtigung der maßgeblichen sozialen Abgaben und der maßgeblichen Einkommensteuer unter Berücksichtigung der ohne Antrag gebührenden Freibeträge, das Jahresnettoeinkommen berechnet.

Die Rezeptgebührenobergrenze beträgt zwei Prozent vom Jahresnettoeinkommen: 

Die Berechnung des Jahresnettoeinkommens für die Ermittlung der Rezeptgebührenobergrenze erfolgt

  • bei Pensionistinnen und Pensionisten auf Grund der aktuellen Nettopension.
  • bei Erwerbstätigen auf Grund der bekannten aktuellsten Jahresbeitragsgrundlage in der Krankenversicherung.
  • bei Bezieherinnen und Beziehern von Leistungen nach dem Arbeitslosenversicherungsgesetz auf Grund des aktuellen Bezuges.


Nicht berücksichtigt
werden Sonderzahlungen (z. B. Urlaubs- oder Weihnachtsgeld), Einkünfte von Mitversicherten (z. B. Ehepartner/in, Kinder) und Pflegegeld.

linkInfos zur Beitragsgrundlage   


Bei freiwillig Krankenversicherten:

  • Beitragsgrundlage, von der die Beiträge zur freiwilligen Versicherung berechnet werden, abzüglich des Krankenversicherungsbeitrages. Die Mindestobergrenze ist jedoch zu beachten.


Berechnungsbeispiel für eine Dienstnehmerin bzw. einen Dienstnehmer

Jahresnettoeinkommen: EUR 12.000,00
Obergrenze für Rezeptgebühren: 2 % von EUR 12.000,00 = EUR 240,00
Erreichen der Rezeptgebührenobergrenze:
EUR 240,00 dividiert durch EUR 5,70 (Rezeptgebühr) = 42

Die/Der Versicherte muss 42 Rezeptgebühren á EUR 5,70 bezahlen. Ab der 43. Verschreibung erfolgt für das laufende Kalenderjahr die Befreiung von der Entrichtung der Rezeptgebühr.

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Kann die Rezeptgebührenobergrenze auf Grund des aktuellen Einkommens berechnet werden?

Ja. Es kann ein Antrag auf Neufestsetzung des Jahresnettoeinkommens gestellt werden.

Bringen oder schicken Sie Nachweise über Ihr Nettoeinkommen (z. B. Gehaltsabrechnung) des aktuellen Kalenderjahres in Ihr nächstgelegenes NÖGKK-Service-Center. Die Rezeptgebührenobergrenze wird dann anhand der Nachweise berechnet.

Beachten Sie: Eine Berechnung auf Basis des Nettoeinkommens des laufenden Kalenderjahres ist dann sinnvoll, wenn Sie (Ihre Angehörigen) viele Medikamente brauchen und das Einkommen niedriger ist als in den vergangenen Jahren.

linkAntrag auf Neufestsetzung der Rezeptgebührenobergrenze (106.8 KB)   

linkNÖGKK-Service-Center   

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Gibt es eine Mindestobergrenze?

Ja. Die Mindestobergrenze kommt zum Tragen, wenn das Jahresnettoeinkommen das Zwölffache des Einzelrichtsatzes für die Ausgleichszulage nicht übersteigt (EUR 882,78 x 12 = EUR 10.593,36).

Die Mindestobergrenze beträgt zwei Prozent vom Zwölffachen dieses Betrages

  • EUR 211,87 = Bezahlung von 37 Rezeptgebühren.

Diese Mindestobergrenze gilt für alle Personen, die nicht schon automatisch bzw. auf Antrag von der Bezahlung der Rezeptgebühr befreit sind.

Zuletzt aktualisiert am 11. August 2016