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Abwicklung


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Erhalten Sie ein Informationsschreiben über die Rezeptgebührenobergrenze?

Eine Information über die für Sie festgelegte Rezeptgebührenobergrenze ist derzeit nicht geplant. Ebenso erhalten Sie kein Schreiben bei Erreichen der Rezeptgebührenobergrenze. 

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Wie wird ermittelt, ob die Rezeptgebührenobergrenze erreicht ist?

Die Sozialversicherung legt für alle Versicherten ein eigenes Rezeptgebühren-Konto an. Auf der einen Seite wird das Jahresnettoeinkommen verbucht, auf der anderen Seite werden die im laufenden Jahr bezahlten Rezeptgebühren addiert.

Sobald die bezahlten Rezeptgebühren die Summe von zwei Prozent des Nettoeinkommens erreichen, tritt für das restliche Kalenderjahr ohne Antrag eine Befreiung ein.

Beachten Sie: Grundlage für die Erfassung der bezahlten Rezeptgebühren ist die Heilmittelabrechnung der Apotheken. Diese wird dem Krankenversicherungsträger nicht an dem Tag übermittelt, an dem Sie das Medikament bezahlt haben (bis zu 8 Wochen verspätet). Es kann daher passieren, dass Sie noch Rezeptgebühr bezahlen müssen, obwohl Sie bereits befreit wären.

Die zu viel bezahlten Rezeptgebühren werden Ihnen im Folgejahr gutgeschrieben. Sie erreichen die Obergrenze dann entsprechend früher.

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Wie werden Rezeptgebühren für Medikamente von Mitversicherten berücksichtigt?

Die von Angehörigen bezahlten Rezeptgebühren werden beim Versicherten verbucht. Für Angehörige wird kein eigenes Rezeptgebühren-Konto eingerichtet.

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Wie erfährt die Ärztin/der Arzt bzw. die Apothekerin/der Apotheker, ob Sie die Rezeptgebührenobergrenze überschritten haben?

Die Vertragsärztin bzw. der Vertragsarzt erhält beim Stecken der e-card die Information, dass Sie von der Rezeptgebühr befreit sind. Das Rezept wird mit einem zweiten Arztstempel gekennzeichnet. Dadurch erkennt die Apothekerin oder der Apotheker die Befreiung und hebt keine Rezeptgebühr ein.

Bei Hausbesuchen weiß Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt (wie bisher) aus seinen Ordinationsaufzeichnungen, dass Sie befreit sind - und stellt Ihnen gleich ein entsprechendes Rezept aus. 

Wahlärztinnen und Wahlärzte werden derzeit über das Erreichen der Rezeptgebührenobergrenze nicht informiert. Sie können bei den Service-Centern der NÖGKK eine schriftliche Bestätigung über die Rezeptgebührenbefreiung verlangen und diese bei der Wahlärztin bzw. beim Wahlarzt vorlegen.

Info zum Datenschutz: Die Ärztin und der Arzt erfährt nicht, warum Sie von der Rezeptgebühr befreit sind bzw. wie hoch Ihr Einkommen ist. Auch nicht, wie viele Rezeptgebühren Sie bereits bezahlt haben. Dies gilt auch für die Apothekerin und den Apotheker.

linkNÖGKK-Service-Center

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Welche Auswirkungen hat diese Art der Befreiung?

Die Befreiung wegen Erreichen der Rezeptgebührenobergrenze gilt nur für die Rezeptgebühren! 

Andere Selbstbehalte wie z. B. Zuzahlungen zum Kuraufenthalt, Entrichtung des Service-Entgeltes für die e-card, müssen bezahlt werden.

Zuletzt aktualisiert am 11. August 2016