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Arbeitsrechtliche Bestimmungen



Der große Unterschied zwischen Karenzurlaub und Kinderbetreuungsgeld:

Karenzurlaub
(Arbeitsrecht)
Kinderbetreuungsgeld
(Familienleistung)
Der Arbeitgeberin bzw. dem Arbeitgeber bekanntgeben
(aus Beweisgründen schriftlich)
Antrag bei der Krankenkasse
Freistellung von der Arbeit (längstens bis zum 2. Geburtstag des Kindes)Geldleistung (je nach Variante längstens bis zum Ende des 30. bzw. 36. Lebensmonates des  Kindes)


Unter Karenz versteht man den arbeitsrechtlichen Anspruch auf Freistellung von der Arbeitsleistung gegen Entfall des Entgeltes. Der Anspruch auf Karenz besteht längstens bis zum zweiten Geburtstag des Kindes, unabhängig davon, ob nur ein Elternteil oder beide abwechselnd Karenz in Anspruch nehmen. Der damit verbundene Kündigungs- und Entlassungsschutz endet vier Wochen nach Ende der Karenz.

Die Karenz muss mindestens zwei Monate dauern. Bitte beachten Sie, dass sich der Anspruch auf Karenz hinsichtlich der Dauer mit dem Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld nicht decken muss.

Beschäftigung während der Karenz
Bis zur Geringfügigkeitsgrenze (2016: EUR 415,72 brutto monatlich)

  • kann sowohl beim/bei der eigenen als auch bei einem/einer anderen Arbeitgeber/in dazuverdient werden.

Über der Geringfügigkeitsgrenze kann

  • mit dem/der eigenen Arbeitergeber/in eine Beschäftigung bis zu 13 Wochen im Kalenderjahr vereinbart werden

oder

  • mit Zustimmung des/der eigenen Arbeitgebers/in eine Beschäftigung bis zu 13 Wochen im Kalender bei einem/einer anderen Arbeitgeber/in ausgeübt werden.

Die 13-Wochen-Grenze ist ausschließlich im Arbeitsrecht von Bedeutung und hat grundsätzlich keine Auswirkungen auf den Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld (die Einkünfte zählen jedoch zum Zuverdienst!).

linkAK - Infos zur Karenz

Zuletzt aktualisiert am 14. April 2016