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Dauer und Höhe


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Ab wann gebührt das Kinderbetreuungsgeld?

Ab Geburt des Kindes. Es kann jedoch zum Teil oder zur Gänze ruhen. 

linkDetails zum Ruhen       


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Für welche Dauer können Sie Kinderbetreuungsgeld beantragen?


Das Kinderbetreuungsgeldgesetz bietet zwei Systeme zur Auswahl:

Pauschalleistungen (vier Varianten)
Durch das Kinderbetreuungsgeld als Pauschalleistung wird die Betreuungsleistung der Eltern anerkannt und teilweise abgegolten. Das pauschale Kinderbetreuungsgeld erhalten Eltern unabhängig von einer vor der Geburt des Kindes ausgeübten Erwerbstätigkeit.

Einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld
Das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld hat die primäre Funktion, jenen Eltern, die sich nur für kurze Zeit aus dem Berufsleben zurückziehen wollen und über ein höheres Einkommen verfügen, die Möglichkeit zu geben, in dieser Zeit einen Einkommensersatz zu erhalten.

Mit jedem System sind unterschiedliche Auswirkungen z. B. im Bereich des Zuverdienstes bzw. der ergänzenden Leistungen (z. B. Mehrlingszuschlag, Beihilfe) verbunden, sodass es notwendig ist, die Unterschiede abzuwägen, um die bestmögliche individuelle Variante zu wählen.

Variante 30 + 6


Bezugshöhe EUR 14,53 täglich (rund EUR 436,00 monatlich)
Bezugsdauer

Bis zur Vollendung des 30. Lebensmonats des Kindes, wenn nur ein Elternteil Kinderbetreuungsgeld bezieht. Bei Inanspruchnahme durch beide Elternteile verlängert sich die Bezugsdauer um jenen Zeitraum, den der andere Elternteil tatsächlich bezogen hat, maximal aber gebührt Kinderbetreuungsgeld bis zur Vollendung des 36. Lebensmonats des Kindes (ein Elternteil kann nie mehr als 30 Monate KBG beziehen).


Variante 20 + 4

Bezugshöhe  EUR 20,80 täglich (rund EUR 624,00 monatlich)
Bezugsdauer

Bis zur Vollendung des 20. Lebensmonats des Kindes, wenn nur ein Elternteil Kinderbetreuungsgeld bezieht. Bei Inanspruchnahme durch beide Elternteile verlängert sich die Bezugsdauer um jenen Zeitraum, den der andere Elternteil tatsächlich bezogen hat, maximal aber gebührt Kinderbetreuungsgeld bis zur Vollendung des 24. Lebensmonats des Kindes (ein Elternteil kann nie mehr als 20 Monate KBG beziehen).


Variante 15 + 3

Bezugshöhe  EUR 26,60 täglich (rund EUR 800,00  monatlich)
Bezugsdauer

Bis zur Vollendung des 15. Lebensmonats des Kindes, wenn nur ein Elternteil Kinderbetreuungsgeld bezieht. Bei Inanspruchnahme durch beide Elternteile verlängert sich die Bezugsdauer um jenen Zeitraum, den der andere Elternteil tatsächlich bezogen hat, maximal aber gebührt Kinderbetreuungsgeld bis zur Vollendung des 18. Lebensmonats des Kindes (ein Elternteil kann nie mehr als 15 Monate KBG beziehen).


Variante 12 + 2

Bezugshöhe  EUR 33,00 täglich (rund EUR 1.000,00 monatlich)
Bezugsdauer Bis zur Vollendung des 12. Lebensmonats des Kindes, wenn nur ein Elternteil Kinderbetreuungsgeld bezieht. Bei Inanspruchnahme durch beide Elternteile verlängert sich die Bezugsdauer um jenen Zeitraum, den der andere Elternteil tatsächlich bezogen hat, maximal aber gebührt Kinderbetreuungsgeld bis zur Vollendung des 14. Lebensmonats des Kindes (ein Elternteil kann nie mehr als 12 Monate KBG beziehen).


Die Wahl der Variante kann nur einmal getroffen werden und bindet auch den anderen Elternteil. Eine Änderung der Variante ist nur binnen 14 Tagen ab erstmaliger Antragstellung möglich.

Die Eltern können sich beim Bezug des Kinderbetreuungsgeldes zwei Mal abwechseln (z. B. von der Mutter zum Vater und noch einmal zur Mutter).

linkWechsel beim Bezug                     


DAS EINKOMMENSABHÄNGIGE KINDERBETREUUNGSGELD

steht in folgender Ausgestaltung zur Verfügung:
Variante 12 + 2
Bezugshöhe 80 Prozent der Letzteinkünfte,
max. 
EUR 66,00 täglich (rund EUR 2.000,00 monatlich)

Bezugsdauer
Bis zur Vollendung des 12. Lebensmonats des Kindes,
wenn nur ein Elternteil Kinderbetreuungsgeld (KBG) bezieht.
Bei Inanspruchnahme durch beide Elternteile verlängert sich
die Bezugsdauer um jenen Zeitraum, den der andere Elternteil tatsächlich bezogen hat, maximal aber gebührt Kinderbetreuungsgeld bis zur Vollendung des 14. Lebensmonats des Kindes (ein Elternteil kann nie mehr als 12 Monate Kinderbetreuungsgeld beziehen).

Anspruchsvoraussetzungen
Für das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld muss neben den allgemeinen Voraussetzungen in den letzten sechs Monaten vor der Geburt des Kindes durchgehend eine in Österreich sozialversicherungspflichtige Erwerbstätigkeit tatsächlich ausgeübt werden.

In diesen 6 Monaten darf zudem neben der Erwerbstätigkeit auch keine Leistung aus der Arbeitslosenversicherung (Arbeitslosengeld, Notstandshilfe, Weiterbildungsgeld etc.) bezogen werden.

Unterbrechungen der Erwerbstätigkeit von insgesamt bis zu 14 Tagen sind irrelevant. Krankheit oder Erholungsurlaub bei aufrechtem Dienstverhältnis mit Lohnfortzahlung des Arbeitgebers stellen keine Unterbrechung dar.

Einer solchen Erwerbstätigkeit gleichgestellt sind nur:

  • die an eine solche mindestens 6 Monate andauernde in Österreich sozialversicherungspflichtige Erwerbstätigkeit direkt anschließenden Zeiten des Beschäftigungsverbotes (Mutterschutz) sowie Zeiten der Karenz (bis max. zum 2. Geburtstag eines Kindes), sofern in dem Zeitraum ein Dienstverhältnis aufrecht ist.

  • die an eine solche mindestens 6 Monate andauernde in Österreich sozialversicherungspflichtige Erwerbstätigkeit
    • direkt anschließenden Zeiten der Gewährung einer Betriebshilfe oder eines Wochengeldes für Selbstständige, sofern die Tätigkeit währenddessen nicht beendet wird (daher wird das Erwerbstätigkeitserfordernis z.B. nicht erfüllt, wenn vor Geburt die Gewerbeberechtigung zurückgelegt oder ruhend gemeldet wird) sowie
    • direkt anschließenden Zeiten der Unterbrechung der Erwerbstätigkeit zum Zwecke der Kindererziehung max. bis zum 2. Geburtstag des Kindes (z.B. Ruhendmeldung des Gewerbes, nicht jedoch Abmeldung).


Berechnung des Tagsatzes
a) Bezieherinnen von Wochengeld
(Unselbstständige, Selbstständige, Landwirtinnen, Vertragsbedienstete, freie Dienstnehmerinnen, geringfügig Beschäftigte mit Selbstversicherung):
Das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld beträgt 80 Prozent des Wochengeldes. Die Krankenkasse führt danach eine Günstigkeitsrechnung durch, s. Punkt d).

b) Beamtinnen:
Das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld beträgt 80 Prozent eines fiktiv zu berechnenden Wochengeldes. Die Krankenkasse führt danach eine Günstigkeitsrechnung durch, s. Punkt d).

c) Väter:
Das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld beträgt 80 Prozent eines fiktiv zu berechnenden Wochengeldes. (Statt auf Beginn der Schutzfrist wird beim Vater auf einen achtwöchigen Zeitraum vor der Geburt des Kindes abgestellt). Die Krankenkasse führt danach eine Günstigkeitsrechnung durch, s. Punkt d).

d) Alle anderen und Günstigkeitsrechnung:
Herangezogen werden die im relevanten Steuerbescheid ausgewiesenen Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit (wenn sie aufgrund eines bestehenden Dienstverhältnisses erzielt wurden, daher sind z. B. Pensionen ausgenommen), aus selbstständiger Arbeit, aus Gewerbebetrieb und aus Land- und Forstwirtschaft.

Relevant ist der Steuerbescheid des Kalenderjahres vor der Geburt des Kindes in dem kein Kinderbetreuungsgeld (egal für welches Kind) bezogen wurde, beschränkt auf das drittvorangegangene Jahr (gilt für Geburten ab 01.01.2012).

Falls in allen drei Jahren vor der Geburt Kinderbetreuungsgeld bezogen wurde, ist somit das drittvorangegangene Jahr das relevante Kalenderjahr.

Mit der Günstigkeitsrechnung kann sich der nach a) bis c) ermittelte Tagsatz nur erhöhen, nicht jedoch reduzieren. Etwaige Nachzahlungen seitens der Krankenkasse erfolgen automatisch.

WICHTIG: Ein Steuerbescheid für das betreffende Jahr liegt unter Umständen nur nach Durchführung einer Arbeitnehmerveranlagung vor. Informieren Sie sich dazu bitte bei Ihrem Finanzamt.
Der Betrag der Einkünfte aus dem relevanten Steuerbescheid (Summe der Einkünfte) ist in die folgende Formel einzusetzen:

Summe der maßgeblichen Einkünfte x 0,62 + 4000Trennlinie
365


Der Endbetrag aus der Formel ergibt den Tagesbetrag des einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeldes.

Einkünfte aus selbstständiger Arbeit, aus Gewerbebetrieb und aus Land- und Forstwirtschaft sind vor dem Einsetzen in die Formel einmalig um 3,5 % zu erhöhen.

WICHTIG: Das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld kennt keinen eigenen Mindestbetrag. Ergibt sich aufgrund der endgültigen Berechnung ein Tagesbetrag unter 33,00 € täglich, so kann auf die Pauschalvariante 12+2 à 33,00 € täglich umgestiegen werden.

Ein Elternteil ist auch im Falle eines Umstiegs des anderen Elternteiles an die ursprünglich beantragte Variante des einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeldes gebunden.  

linkAntrag auf Kinderbetreuungsgeld (208.4 KB) 

linkAntrag auf Kinderbetreuungsgeld mit Bürgerkarte 

linkBeihilfe zum Pauschalen Kinderbetreuungsgeld      

linkService-Center der NÖGKK 

Zuletzt aktualisiert am 14. April 2016