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Voraussetzungen & Zuständigkeit


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Anspruchsberechtigte

  • Versicherte der NÖGKK
  • Deren mitversicherte Angehörige

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Wann sind Sie automatisch von der Rezeptgebühr befreit?

Ohne Antrag sind von der Rezeptgebühr befreit

Auf Grund gesetzlicher Bestimmungen:

  • Personen, die an einer anzeigepflichtigen übertragbaren Krankheit (z. B. Tuberkulose) leiden.
    Die Befreiung gilt nur für die erkrankte Person und nur für Arzneimittel, die diese für die Behandlung dieser Krankheit benötigt. Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt stellt fest, ob Sie an einer anzeigepflichtigen übertragbaren Krankheit leiden. Die Befreiung wird auf dem betreffenden Rezept vermerkt.
  • Zivildiener und deren Angehörige
  • Asylwerberinnen bzw. Asylwerber
  • Personen, die auf Grund von Bestimmungen im Kriegsopferversorgungsgesetz, Heeresversorgungsgesetz oder Opferfürsorgegesetz der NÖGKK zugeteilt sind


linkHomepage - KOBV      


Auf Grund besonderer sozialer Schutzbedürftigkeit:

Zum Beispiel:

  • Bezieher/innen einer Ausgleichszulage zu einer Pension aus der Pensionsversicherung
  • Bezieher/innen einer Ergänzungszulage zu einem Ruhe- oder Versorgungsgenuss nach dem Pensionsgesetz 1965
  • Bezieher/innen einer Waisenrente, Waisenbeihilfe oder Elternrente laut Kriegsopferversorgungsgesetz oder Heeresversorgungsgesetz
  • Bezieherinnen einer Witwenzusatzrente oder Witwenbeihilfe laut Kriegsopferversorgungsgesetz oder Heeresversorgungsgesetz
  • Bezieher/innen einer Hilfe zum Lebensunterhalt oder zum Wohnbedarf nach den Ausführungen der "Bedarfsorientierten Mindestsicherung"
  • Versicherte Teilnehmer des "Freiwilligen Sozialjahres, des Freiwilligen Umweltschutzjahres, des Gedenkdienstes oder des Friedens- und Sozialdienstes im Ausland nach dem Freiwilligengesetz"
  • Die wegen der Pflege eines behinderten Kindes Versicherten

 

linkHomepage - KOBV      

linkhelp.gv - Infos zur Ausgleichszulage

linknoe.gv.at - Infos zur "Bedarfsorientierten Mindestsicherung"       

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In welchen Fällen können Sie auf Antrag von der Rezeptgebühr befreit werden?

Bei geringem Nettoeinkommen
Das bedeutet, das monatliche Nettoeinkommen muss den folgenden Richtsatz unterschreiten:
Richtsatz für Alleinstehende      EUR 882,78         
Richtsatz für Ehepaare oder Lebensgemeinschaften      EUR 1.323,58         
Für jedes Kind, dessen Nettoeinkommen EUR 324,69 unterschreitet, erhöht sich obiger Richtsatz um EUR 136,21.

  

Bei erhöhtem Medikamentenbedarf
Das bedeutet, Sie brauchen über einen längeren Zeitraum viele Medikamente.
Weisen Sie Ihre chronischen Krankheiten oder Gebrechen durch die ärztliche Bestätigung am Antragsformular nach.
Bei erhöhtem Medikamentenbedarf muss das monatliche Nettoeinkommen folgenden erhöhten Richtsatz unterschreiten:
Richtsatz für Alleinstehende     EUR 1.015,20          
Richtsatz für Ehepaare oder Lebensgemeinschaften     EUR 1.522,12          
Für jedes Kind, dessen Nettoeinkommen EUR 324,69 unterschreitet, erhöht sich obiger Richtsatz um EUR 136,21.   


Für Pensionistinnen und Pensionisten, die eine Land- oder Forstwirtschaft aufgeben, übergeben oder verpachten gelten andere Richtsätze. Informieren Sie sich in Ihrem nächstgelegenen Service-Center über diese Richtsätze! 

linkService-Center der NÖGKK      

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Was versteht man unter Nettoeinkommen?

Unter Nettoeinkommen versteht man

  • die Summe sämtlicher Einkünfte in Geld oder Geldeswert (Sachbezüge)
  • nach Ausgleich mit Verlusten (nur bei Selbstständigen) und
  • vermindert um die gesetzlich geregelten Abzüge (z. B. Sozialversicherungsbeiträge, Lohnsteuer).


Zu den Einkünften zählen zum Beispiel:

  • Lohn, Gehalt
  • Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung
  • Krankengeld
  • Pension
  • Rente aus der Unfallversicherung
  • Ausländische Rente
  • Firmenpension
  • Bezüge aufgrund eines Dienst- oder Werkvertrages
  • Unterhaltsleistung bei geschiedener Ehe
  • Einkünfte aus land- und/oder forstwirtschaftlichem Besitz
  • Einkünfte aus Gewerbebetrieb
  • Einkünfte aus Vermietung, Verpachtung
  • Sachbezüge (z. B. freie Wohnung, freie Kost)


Achtung:
Belastungen aus der allgemeinen Lebensführung werden vom Einkommen nicht abgezogen (z. B. Kredit- oder Leasingraten, Ausgaben für Gas, Strom, Miete und Bekleidung, Heimkosten, Pensionsabzüge auf Grund laufender Exekutionen)!

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Wird das Nettoeinkommen der im gemeinsamen Haushalt lebenden Personen zu Ihrem Nettoeinkommen hinzugerechnet?

Ja! Das Nettoeinkommen von Ehepartnerinnen bzw. Ehepartnern oder Lebensgefährtinnen bzw. Lebensgefährten wird zur Gänze zu Ihrem Nettoeinkommen hinzugerechnet. Von im gemeinsamen Haushalt lebenden sonstigen Personen (Kinder, Eltern, Geschwister usw.) muss ein bestimmter Prozentsatz des jeweiligen Nettoeinkommens angerechnet werden.

Zuletzt aktualisiert am 14. April 2016