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Wegfall des Krankengeldanspruches



Verwirken des Krankengeldes

Krankengeld steht nicht zu, wenn

  • der Versicherungsfall (der Krankenstand) durch Selbstbeschädigung vorsätzlich herbeigeführt wurde
  • der Versicherungsfall durch die Verübung einer mit Vorsatz begangenen gerichtlich strafbaren Handlung eingetreten ist, derentwegen die Versicherte bzw. der Versicherte zu einer mehr als einjährigen Freiheitsstrafe rechtskräftig verurteilt worden ist.


Versagen des Krankengeldes


Krankengeld gebührt nicht, wenn der Krankenstand

  • Folge einer schuldhaften Beteiligung an einem Raufhandel (rechtskräftige Verurteilung nach § 91 Strafgesetzbuch - StGB)
    oder
  • unmittelbare Folge von Trunkenheit oder des Missbrauches von Suchtgiften ist.


Besonderheit
:

Den im Inland wohnenden, bedürftigen Angehörigen gebührt die Hälfte des Krankengeldes, das der Versicherten bzw. dem Versicherten gebührt hätte.

Voraussetzungen:

  • Die Versicherte bzw. der Versicherte muss vorwiegend, mangels anderweitiger Versorgung, den Unterhalt der Angehörigen bestreiten.
  • Der Angehörige war nicht an der Ursache des Verwirkens/Versagens schuldhaft beteiligt.

Erklärung:

  • Als Angehörige gelten die mit Ihnen mitversicherten Angehörigen. 
  • Mit „bedürftig“ ist sinngemäß gemeint, dass Sie als Versicherte bzw. Versicherter generell den Familienunterhalt bestreiten (z. B. wenn Ehegattin und Kind kein Einkommen haben).

linkInfos über mitversicherte Angehörige

Zuletzt aktualisiert am 11. März 2015