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Schwerpunkt Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs


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Warum wird die Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung durchgeführt?

Gebärmutterhalskrebs tritt am häufigsten zwischen dem 25. und dem 55. Lebensjahr auf. In diesem Zeitraum erkranken jährlich etwa sechs von 10 000 Frauen an dieser Krankheit. Bei etwa achtmal so vielen Frauen werden Vorstadien von Gebärmutterhalskrebs gefunden und behandelt, sodass es nicht zum Ausbruch kommt. 

Allein im Lauf der letzten zehn Jahre ist die Häufigkeit von Gebärmutterhalskrebs dadurch um 38 Prozent zurückgegangen.

Der PAP-Abstrich (benannt nach George Papanicolaou, dem Erfinder dieser Methode) zur Früherkennung des Gebärmutterhalskrebses gilt als erfolgreichster Krebstest überhaupt.

Mit diesem Test kann Krebs meist in einem Vorstadium entdeckt und der Ausbruch gänzlich verhindert werden. Deshalb wird der PAP-Abstrich in der neuen Vorsorgeuntersuchung für alle Frauen ab 18 Jahren empfohlen.

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Was ist ein PAP-Abstrich?

Der PAP-Abstrich dient dazu, die Beschaffenheit und Gesundheit des Gebärmutterhalses zu prüfen. Diese Untersuchung lässt gute Rückschlüsse auf die Karzinomwahrscheinlichkeit (Krebsverdacht) im Gebärmutterhals zu.

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Sollten alle Frauen den PAP-Abstrich durchführen lassen?

Ja. Im Rahmen der Österreichischen Vorsorgeuntersuchung wird der PAP-Abstrich für alle Frauen im Alter ab 18 Jahren empfohlen.

Der Test besitzt eine sehr hohe Aussagekraft. Die Gültigkeit der Testergebnisse erhöht sich noch, wenn der PAP-Abstrich regelmäßig durchgeführt wird.

Als Entscheidungshilfe, ob Sie sich einem PAP-Abstrich unterziehen sollten oder nicht, sind im Folgenden die Vor- und Nachteile eines PAP-Abstriches noch einmal aufgelistet.

Vorteile

  • Die regelmäßige Durchführung des PAP-Abstrichs reduziert das Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu sterben.
  • Die frühzeitige Erkennung und Behandlung von Zellveränderungen am Gebärmutterhals verhindert mögliche Folgeerkrankungen wie Gebärmutterkrebs.
  • Die regelmäßige Durchführung des PAP-Abstrichs hat dazu beigetragen, dass der Gebärmutterhalskrebs heute zu den seltenen Krebserkrankungen gehört.
  • Der Test hat hohe Aussagekraft und ist mit geringem Aufwand schnell und unkompliziert durchzuführen.


Nachteile

Manche Frauen empfinden die Abstrich-Entnahme als unangenehm. Sie ist jedoch nicht schmerzhaft und verursacht keine Nebenwirkungen.

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Erfolge des PAP-Abstrichs

  • Durch den PAP-Abstrich können Veränderungen des Gebärmutterhalses identifiziert werden.
  • Die Behandlung dieser Zellveränderungen verhindert den Ausbruch von Gebärmutterhalskrebs.
  • In den letzten 50 Jahren ist die Sterblichkeitsrate bei Gebärmutterhalskrebs um zwei Drittel zurückgegangen.

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Wie wird der PAP-Abstrich durchgeführt?

Der Abstrich wird im Regelfall von Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt vorgenommen. Sie werden ersucht, sich von der Hüfte abwärts zu entkleiden und auf dem Untersuchungsstuhl Platz zu nehmen.

Ein kleines Instrument (Spekulum) wird in Ihre Scheide eingeführt, um sie offen zu halten. Dann wird mit einer weichen Spatel oder einer Bürste über den Gebärmutterhals gestrichen. Dabei werden einige Zellen abgeschabt. Diese Zellen werden anschließend präpariert und unter einem Mikroskop analysiert.

Der Abstrich selbst dauert nur wenige Sekunden. Er ist etwas unangenehm aber nicht schmerzhaft.

Sollten Sie dabei Schmerzen empfinden, so zögern Sie nicht, dies Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt mitzuteilen.

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Was ist vor dem PAP-Abstrich zu beachten?

Es ist nicht möglich, den Test durchzuführen, wenn Sie gerade Ihre Periode haben. Beachten Sie dies bitte bei der Vereinbarung des Arzttermins.

Ebenso sollten Sie zumindest 24 Stunden vor der Untersuchung keine Spermizide oder Gleitmittel verwenden, weil die darin enthaltenen Chemikalien den Test verfälschen könnten.

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Wie zuverlässig ist das Ergebnis?

Früherkennung mit nachfolgender Behandlung kann 3/4 aller Gebärmutterhalskrebsfälle in ihrer Entwicklung stoppen und damit den Ausbruch der Krankheit verhindern. 

So wie andere Früherkennungstests ist allerdings auch der PAP-Test nicht perfekt. So ist es möglich, dass frühe Zellveränderungen übersehen werden. Regelmäßige Untersuchungen mindern dieses Risiko.

Der PAP-Abstrich findet auch entzündliche Veränderungen, so dass nicht jedes auffällige Ergebnis Gebärmutterhalskrebs bedeutet.

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Was bedeutet es, wenn Sie zu einem Wiederholungstermin eingeladen werde?

Nur sehr selten bedeutet die Wiederholung des Tests, dass ein Gebärmutterhalskrebs festgestellt wurde. Zumeist liegt der Grund einfach darin, dass die Probe aus den verschiedensten Gründen technisch nicht bewertet werden konnte.

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Warum muss einer von zehn Tests wiederholt werden?

  • Es besteht eine Infektion, die vor der Auswertung des Abstrichs behandelt werden muss.
  • Im Abstrich waren zu wenige Zellen des Gebärmutterhalses enthalten.
  • Bei der Präparation der Zellen ist ein Fehler passiert.
  • Kleine Veränderungen in den Zellen des Gebärmutterhalses wurden festgestellt. Auch hier liegt in den meisten Fällen kein Krebs vor.

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Was passiert, wenn Veränderungen gefunden werden?

Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt wird mit Ihnen die weitere Vorgangsweise besprechen. Dies kann beispielsweise bedeuten, dass der Abstrich nach einiger Zeit wiederholt werden muss. Es passiert häufig, dass abnorme Zellen von selbst wieder verschwinden. Es können auch Gewebeproben entnommen werden. Dabei handelt es sich meist um einen kleinen Eingriff, der ambulant durchgeführt werden kann.

Zuletzt aktualisiert am 05. März 2015