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Ärztliche Bewilligung durch die NÖGKK


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Warum müssen manche Heilmittel durch die NÖGKK ärztlich bewilligt werden?

Die Bewilligungspflicht bietet den Versicherten eine Qualitätskontrolle bei der Verordnung bestimmter Heilmittel. Es gibt direkte Vergleiche mit Gesundheitssystemen, die keine Bewilligungspflicht kennen: Dort kann es vorkommen, dass Medikamente viel zu breit eingesetzt werden, wodurch mehr Schaden als Nutzen angerichtet werden kann. 

Darüber hinaus soll der sparsame Einsatz der begrenzten finanziellen Mittel gewährleistet werden.

Österreichs SV-Ärztinnen und SV-Ärzte stellen sicher, dass die Versicherten beste Behandlung und qualitativ hochwertige Heilmittel auf dem aktuellen Stand der Medizin bekommen.

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Welche Medikamente sind bewilligungspflichtig?

Ihre behandelnde Ärztin bzw. Ihr behandelnder Arzt weiß, welche Heilmittel bewilligungspflichtig sind und informiert Sie, wenn Sie ein bewilligungspflichtiges Medikament verschrieben bekommen.

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Müssen Sie etwas zur Bewilligung beitragen?

Nein! Bei Verordnungen von Vertragsärztinnen und Vertragsärzten müssen Sie sich nicht selbst um die Bewilligung kümmern. Ihre Vertragsärztin bzw. Ihr Vertragsarzt übernimmt die Abwicklung der Bewilligung bzw. Dokumentation der Verordnung. 

Ihre Krankenversicherung bemüht sich gemeinsam mit den Ärztinnen und Ärzten um die reibungslose Umsetzung dieser Regelung.


Allein bei der Inanspruchnahme von Wahlärztinnen und Wahlärzten müssen Sie sich bei der Verschreibung von bewilligungspflichtigen Arzneimitteln selbst um eine Bewilligung bzw. eventuell um die Anerkennung des Rezeptes (sofern kein Rezepturrecht besteht) bei Ihrer zuständigen Kasse bemühen.

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Wie erfolgt die Erledigung des Ansuchens?

Bei vielen bewilligungspflichtigen Heilmitteln wird die Vorab-Bewilligung durch eine Dokumentation ersetzt: Die Vertragsärztinnen und Vertragsärzte entscheiden anhand klarer Regeln, ob sie in einem bestimmten Fall ein bewilligungspflichtiges Medikament verschreiben - ohne vorherige Genehmigung durch die NÖGKK. Diese Entscheidung wird schriftlich dokumentiert. Die NÖGKK ist gesetzlich verpflichtet, die Dokumentationen zu kontrollieren.

In allen anderen Fällen holt Ihre behandelnde Vertragsärztin bzw. Ihr behandelnder Vertragsarzt die Bewilligung über die e-card-Infrastruktur ein. In der Regel erfolgt die Erledigung durch die NÖGKK binnen 30 Minuten.

Wurde die Bewilligung in dieser Form eingeholt, ist kein Bewilligungsvermerk auf der Rezeptrückseite erforderlich.

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Gibt es Langzeitverordnungen ('Dauerverordnungen')?

Ihre behandelnde Vertragsärztin bzw. Ihr behandelnder Vertragsarzt kann für Sie um eine Langzeitverordnung bei der NÖGKK ansuchen. Wird diese genehmigt, hat Ihre Ärztin oder Ihr Arzt die Möglichkeit, die bewilligte Anzahl an Folgeverordnungen im Genehmigungszeitraum auszustellen. Langzeitverordnungen und Folgeverordnungen werden ebenfalls elektronisch über die e-card-Infrastruktur verwaltet.

Zuletzt aktualisiert am 11. März 2015