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Arbeitnehmer/innen - Berechnungsgrundlagen


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Wie wird der Sozialversicherungsbeitrag berechnet?

Der Sozialversicherungsbeitrag ist ein gesetzlich festgelegter Prozentsatz (= Beitragssatz) der Beitragsgrundlage. 

Im Gegensatz zu Privatversicherungen werden die Sozialversicherungsbeiträge unabhängig vom zu versichernden Risiko (Alter, Gesundheitszustand usw.) berechnet.

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Was ist die Beitragsgrundlage?

Die Beitragsgrundlage ist in der Regel der in einem Kalendermonat erzielte, beitragspflichtige Arbeitsverdienst.

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Was zählt zum beitragspflichtigen Arbeitsverdienst?

Zum beitragspflichtigen Arbeitsverdienst zählen alle Geld- und Sachbezüge

  • auf welche die/der Pflichtversicherte auf Grund des Dienstverhältnisses Anspruch hat.
  • von der Dienstgeberin bzw. dem Dienstgeber oder von dritten Personen (z. B. Trinkgelder) darüber hinaus erhält.

Die kollektivvertraglichen Ansprüche sind dabei die "Mindestgrundlage".

Von der Beitragspflicht ausgenommen sind lediglich jene Bezüge, die im Gesetz ausdrücklich als beitragsfrei erklärt werden (z. B. Kilometergeld).

Beitragspflichtige Geld- und Sachbezüge sind zum Beispiel:

  • Stundenlohn
  • monatliches Gehalt
  • Trinkgelder
  • Sachbezüge (z. B. Dienstwohnung, Privatnutzung des Dienstwagens)
  • Urlaubsersatzleistung
  • Kündigungsentschädigung


linkInfos über beitragsfreie Bezüge 

linkInfos über Sachbezüge 

linkArbeiterkammer - Was ist eine Urlaubsersatzleistung? 

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Was ist die Höchstbeitragsgrundlage?

Die Beitragspflicht besteht nur bis zur Höchstbeitragsgrundlage. Dies bedeutet, dass Sie für jenen Einkommensteil, der über der Höchstbeitragsgrundlage liegt, keine Beiträge entrichten müssen. 

Die Höchstbeitragsgrundlage beträgt

  • täglich EUR 162,00 bzw.
  • monatlich EUR 4.860,00.
  • Sonderzahlungen (z. B. Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld) sind im Kalenderjahr bis zu einem Höchstbetrag von EUR 9.720,00 beitragspflichtig.

Die monatliche Höchstbeitragsgrundlage für freie Dienstnehmer/innen beläuft sich

  • wenn keine Sonderzahlungen bezogen werden, auf EUR 5.670,00,
  • sonst auf EUR 4.860,00
  • und für Sonderzahlungen (z. B. Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld) jährlich auf EUR 9.720,00.

Liegt kein voller Kalendermonat vor, ist pro versicherungspflichtigem Tag ein 30stel der jeweiligen Höchstbeitragsgrundlage anzusetzen.

linkInfos über freie Dienstnehmer/innen 

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Wie hoch sind die Beitragssätze?

Je nach Art Ihrer Beschäftigung (Arbeiter/in, Angestellte/r, Lehrling, freie Dienstnehmerin bzw. freier Dienstnehmer, Pensionist/in) sind die Beiträge in der Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung unterschiedlich hoch. Dienstgeber/in und Dienstnehmer/in tragen diese Beiträge ungefähr zu gleichen Teilen.

Zuletzt aktualisiert am 31. März 2016