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Wozu Pflichtversicherung?


Alle Versicherten sollen - unabhängig von ihrem persönlichen Risiko - Anspruch auf medizinische Leistungen haben. Persönliche Risiken sind zum Beispiel Krankheit, Unfall, Erwerbsunfähigkeit, Alter. 

Die Pflichtversicherung schafft Solidarität zwischen den Risikogruppen Jung und Alt, Reich und Arm, Gesund und Krank. Durch die Beitragszahlungen der besser Verdienenden werden zum Teil auch Leistungen an wirtschaftlich schlechter gestellte Personen gedeckt. Gesunde und Junge brauchen in der Regel weniger Leistungen als Alte und Kranke.

Durch diesen Ausgleich können die Sozialversicherungsträger gleiche Leistungen für alle Versicherten anbieten.  

Unterschiede Pflichtversicherung - Versicherungspflicht

Pflichtversicherung (in Österreich)
Versicherungspflicht (z. B. in Deutschland)
Das Versicherungsverhältnis entsteht durch Gesetz und bietet sofort mit Beginn der Beschäftigung Schutz!Jede/r Versicherte muss sich selbst um seine Versicherung kümmern. Es gibt oft Wartezeiten bis der Versicherungsschutz beginnt!
Keine Riskenauslese. Das bedeutet:
Gleiche Leistungen für alle Anspruchsberechtigten, unabhängig vom Alter, Geschlecht und Vorerkrankungen.
Privatversicherungen können Personen mit großen Risiken wie hohes Lebensalter oder Vorerkrankungen ablehnen.
= Riskenauslese!
Beitragsfreie Mitversicherung der meisten Angehörigen.Prämienzahlung für jede versicherte Person, auch für nicht berufstätige Ehepartner und Kinder
Beitragshöhe ist unabhängig vom persönlichen Risiko.Prämien- bzw. Leistungshöhe ist abhängig vom persönlichen Risiko. Z. B. je älter, desto höher die Prämienzahlung.
ÜbersichtlicheTarifgestaltung:
Für einen einzigen Beitrag alle Gesundheitsleistungen
UnübersichtlicheTarifvielfalt: Unterschiedliche Tarife für einzelne Leistungen, Sondertarife etc.
Gesetzlicher Leistungsanspruch mit durchsetzbarem Rechtsanspruch.Vertragliche Leistungen, für die verschiedene Versicherungsbedingungen gelten.
Die Sozialversicherungsträger handeln nicht gewinnorientiert.Die Versicherungsträger handeln gewinnorientiert.
Geringer Verwaltungsaufwand der TrägerEnormer Verwaltungsaufwand der Träger
Zuletzt aktualisiert am 14. April 2016