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Geringfügigkeitsgrenze


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Wie hoch ist die Geringfügigkeitsgrenze?

Wenn das Beschäftigungsverhältnis für eine kürzere Zeit als einen Kalendermonat vereinbart ist (gilt auch für fallweise Beschäftigte):
Die Grenze für einen Arbeitstag ist ein Entgelt von höchstens EUR 31,92, insgesamt jedoch höchstens EUR 415,72.

Wenn das Beschäftigungsverhältnis für mindestens einen Kalendermonat oder auf unbestimmte Zeit vereinbart ist:
Im Kalendermonat darf kein höheres Entgelt als EUR 415,72 gebühren.

Keine geringfügige Beschäftigung liegt vor: Wenn das Entgelt den monatlichen Grenzbetrag nur deshalb nicht überschreitet, weil das Beschäftigungsverhältnis während des betreffenden Monates begonnen oder geendet hat oder unterbrochen wurde.

Achtung:
Die Geringfügigkeitsgrenzen gelten nicht für

  • Lehrlinge
  • Hausbesorger/innen im Sinne des Hausbesorgergesetzes für alle Dienstverhältnisse, die vor dem 1.7.2000 begonnen wurden (außer für die Dauer des Karenzurlaubes und des Beschäftigungsverbotes gemäß dem Mutterschutzgesetz).
  • Kurzarbeiter/innen, wenn das Entgelt die Grenze deshalb nicht übersteigt, weil wegen Kurzarbeit die sonst übliche Zahl von Arbeitsstunden nicht erreicht wird.

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Was zählt zum Entgelt?

Das Entgelt ist der beitragspflichtige Arbeitsverdienst. Dazu zählen alle Bezüge, die nicht ausdrücklich im Gesetz als beitragsfrei aufgezählt sind. Sonderzahlungen (z. B. Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld) werden nicht als Entgelt gerechnet. 

linkInfos zum beitragspflichtigen Arbeitsverdienst  

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Was passiert bei Überschreitung der Grenze?

Sie haben eine geringfügige Beschäftigung, bei der das Entgelt bisher unter der Geringfügigkeitsgrenze lag:
Kommt es während des Bestandes der Beschäftigung zu einer Erhöhung des Entgeltes, wodurch die Grenze überschritten wird, liegt ab Beginn des jeweiligen Kalendermonates Vollversicherung vor. 

Das bedeutet: Sie sind nunmehr auch in der Kranken- und Pensionsversicherung pflichtversichert (= vollversichert). Ihre Dienstgeberin bzw. Ihr Dienstgeber behält die dafür vorgesehenen Beiträge gleich von Ihrem Entgelt ein. Sie haben auf Grund der Vollversicherung Anspruch auf Leistungen aus der Kranken- und Pensionsversicherung.

Infos über Leistungen der NÖGKK:

linkGesundheit/Krankheit  

linkRund um die Geburt  

linkRund um die Zähne  

Leistungen aus der Pensionsversicherung:

linkPensionsversicherungsanstalt  


Sie haben mehrere Beschäftigungen, deren Entgelt in Summe die Geringfügigkeitsgrenze überschreitet:
In diesem Fall entsteht neben der Unfallversicherungspflicht auch die Pflichtversicherung in der Kranken- und Pensionsversicherung. Sie müssen dafür einen Pauschalbetrag entrichten. 

linkInfos zum Pauschalbetrag für die Kranken- und Pensionsversicherung  

Zuletzt aktualisiert am 14. April 2016