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Begriffserklärung


Was bedeutet geringfügige Beschäftigung neben Vollversicherung?

Darunter versteht man die gleichzeitige Ausübung  

  • einer oder mehrerer Beschäftigung(en), die eine Vollversicherung begründen und
  • einer oder mehrerer geringfügigen(r) Beschäftigung(en).

Eine geringfügige Beschäftigung nach dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz liegt vor, wenn das Bruttoentgelt aus einem Arbeitsverhältnis die Geringfügigkeitsgrenze nicht überschreitet (= monatliche EUR 415,72). Dadurch wird eine Pflichtversicherung in der Unfallversicherung begründet.

Wird bei einer Beschäftigung die Geringfügigkeitsgrenze überschritten, tritt die Pflichtversicherung in der Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung in Kraft (= Vollversicherung). 

Vollversicherte, die eine oder mehrere geringfügige Beschäftigung(en) nach dem Allgemeinen Unfallversicherungsgesetz ausüben, müssen auch für die geringfügige(n) Beschäftigung(en) Kranken- und Pensionsversicherungsbeiträge entrichten - und zwar in Form eines Pauschalbetrages. 

Der Pauschalbetrag für die geringfügige Beschäftigung wird nicht vorgeschrieben, wenn durch die Vollversicherung die monatliche Höchstbeitragsgrundlage bereits ausgeschöpft ist.

linkInfos zur Höchstbeitragsgrundlage 

Die Beiträge zur Unfallversicherung entrichten die Dienstgeber/innen.

Zuletzt aktualisiert am 10. März 2016