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Beitragsentrichtung


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Wer muss die Beiträge entrichten?

Den Pauschalbetrag für die Kranken- und Pensionsversicherung müssen Sie bezahlen. Ihre Dienstgeber/innen entrichten nur die Beiträge zur Unfallversicherung.

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Wie hoch ist der Pauschalbetrag?

Der Pauschalbetrag macht für jeden Kalendermonat bei

  • Angestellten 13,65 Prozent
  • allen anderen Personen 14,2 Prozent

der allgemeinen monatlichen Beitragsgrundlage aus. Auch für Sonderzahlungen (z. B. Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld) muss der Beitrag aliquot (anteilsmäßig) entrichtet werden.

Bei Zugehörigkeit zur Kammer für Arbeiter, Angestellte und freie Dienstnehmer ist auch die Arbeiterkammerumlage in Höhe von 0,5 Prozent zu entrichten - und zwar nur von der allgemeinen Beitragsgrundlage (nicht von Sonderzahlungen).

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Wie wird die allgemeine monatliche Beitragsgrundlage errechnet?

Die allgemeine monatliche Beitragsgrundlage ist ein Durchschnittswert Ihres Jahresverdienstes:
Die Jahresbeitragsgrundlage wird geteilt durch die Anzahl der Monate, in denen die geringfügige Beschäftigung ausgeübt wurde.

Berechnungsbeispiel


Eine Dienstnehmerin bzw. ein Dienstnehmer hat zwei geringfügige Beschäftigungen:
Beschäftigung A: vom 10.04.2013 bis 30.10.2013 (= 7 Monate)
Beschäftigung B: vom 01.05.2013 bis 31.12.2013 (= 8 Monate)

Die Dienstgeber/innen melden folgende Jahresbeitragsgrundlagen:
Dienstgeber/in A: EUR 1.200,00
Dienstgeber/in B: EUR 1.600,00

Berechnung der allgemeinen monatlichen Beitragsgrundlage (allg. monatl. BGL):
Beschäftigung A:
EUR 1.200,00 geteilt durch 7 = EUR 171,43 allg. monatl. BGL
Beschäftigung B:
EUR 1.600,00 geteilt durch 8 = EUR 200,00 allg. monatl. BGL

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Was zählt zur Jahresbeitragsgrundlage?

Alle Bezüge, die nicht ausdrücklich im Gesetz als beitragsfrei aufgezählt sind. Sonderzahlungen (z. B. Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld) werden nicht in die Jahresbeitragsgrundlage eingerechnet. Die Jahresbeitragsgrundlage wird von der Dienstgeberin bzw. dem Dienstgeber gemeldet.

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Wann müssen Sie die Beiträge entrichten?

Die Beiträge werden einmal jährlich im Nachhinein von der NÖGKK zur Zahlung vorgeschrieben. Den genauen Zahlungstermin entnehmen Sie bitte Ihrer Vorschreibung.

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Weshalb erfolgt die Vorschreibung im Nachhinein?

Die Dienstgeber/innen müssen Ihren Jahresverdienst bis spätestens Ende Februar des folgenden Kalenderjahres den zuständigen Gebietskrankenkassen melden. Das bedeutet: Ihre Jahresbeitragsgrundlagen von 2013 müssen bis spätestens 28.2.2014 gemeldet werden.

Erst nach Einlangen dieser Meldungen und EDV-mäßiger Erfassung kann der Hauptverband der Sozialversicherungsträger prüfen, ob die allgemeine Beitragsgrundlage aus allen Ihren Beschäftigungen die monatliche Geringfügigkeitsgrenze überschritten hat.

Nach Abschluss dieser Prüfungen berechnet der Hauptverband die Beiträge. Erst danach erfolgt die Beitragsvorschreibung durch die NÖGKK (ab Herbst des Folgejahres).

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Ist eine Ratenvereinbarung möglich?

Wir gewähren bei finanziellen Engpässen eine Ratenzahlung. Melden Sie sich für die Ratenvereinbarung direkt in Ihrem nächstgelegenen NÖGKK-Service-Center. 

Beachten Sie:
Bei Ratenvereinbarungen müssen Verzugszinsen berechnet werden.

linkService-Center der NÖGKK

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Dürfen Beiträge bereits vor der jährlichen Vorschreibung einbezahlt werden?

Freiwillige Vorauszahlungen auf ein bestehendes Beitragskonto sind möglich. Die Höhe der Zahlungen und die Zahlungsart (monatlich, vierteljährlich etc.) bleiben Ihnen überlassen.

Im Folgejahr erfolgt dann die Neuberechnung der Beiträge auf Grund der vom Dienstgeber gemeldeten jährlichen Beitragsgrundlagen. Je nach Höhe der Vorauszahlung erhalten Sie eine Gutschrift oder eine Nachzahlungsvorschreibung.

Zuletzt aktualisiert am 31. März 2016