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Höhe des Krankengeldes


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Höhe des Krankengeldes

Bei Arbeiterinnen und Arbeitern, Angestellten, Lehrlingen, mehrfach geringfügig Beschäftigen über der Geringfügigkeitsgrenze (monatliche Geringfügigkeitsgrenze = EUR 446,81):

  • Ab dem 4. Tag bis zum 42. Tag des Krankenstandes: 50 % der Bemessungsgrundlage
  • Ab dem 43. Tag des Krankenstandes: 60 % der Bemessungsgrundlage

Bei Bezieherinnen und Beziehern einer Leistung aus der Arbeitslosenversicherung
(z. B. Arbeitslosengeld, Notstandshilfe):

  • Ab dem 4. Tag des Krankenstandes: Krankengeld ist gleich hoch wie der letzte, vor dem Krankengeldbezug gültige, Leistungsbezug aus der Arbeitslosenversicherung.

Bei geringfügig Beschäftigten (monatliche Geringfügigkeitsgrenze = EUR 446,81), wenn eine Selbstversicherung nach § 19a ASVG abgeschlossen wurde:

  • Ab dem 4. Tag des Krankenstandes: täglich EUR 5,35 (Fixbetrag)

Bei freien Dienstnehmerinnen und Dienstnehmern (gem. § 4 Abs. 4 ASVG):

  • Ab dem 4. Tag bis zum 42. Tag des Krankenstandes: 50 % der Bemessungsgrundlage
  • Ab dem 43. Tag des Krankenstandes: 60 % der Bemessungsgrundlage
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Familienzuschlag zum Krankengeld

Ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit ist das Krankengeld um 10 % der Bemessungsgrundlage zu erhöhen, wenn mindestens ein Angehöriger ohne eigenes Einkommen vorhanden ist und der/die Versicherte Alleinerzieher/in ist oder der Ehegatte/die Ehegattin (der Lebensfährte/die Lebensgefährtin) kein eigenes Einkommen hat. Wenn über den 42. Tag der Arbeitsunfähigkeit hinaus Anspruch auf Entgeltfortzahlung besteht, wird das Krankengeld erst ab dem Tag des gänzlichen Wegfalls des Entgeltanspruches erhöht (Antrag erforderlich).

Kein Anspruch auf Familienzuschlag besteht für Krankengeldbezieher/innen auf Grund einer Leistung aus der Arbeitslosenversicherung bzw. Selbstversicherung gem. § 19a ASVG. 

linkKrankengeld: Familienzuschlag beantragen

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Was ist die Bemessungsgrundlage?

Die Bemessungsgrundlage für das Krankengeld ist jener sozialversicherungspflichtige Bruttolohn (inklusive aller sozialversicherungspflichtiger Zulagen, Zuschläge und Überstunden), der im Kalendermonat vor dem Ende des vollen Entgeltanspruches erzielt wurde. Haben Sie Anspruch auf Sonderzahlungen (z. B. Urlaubs- und Weihnachtsgeld), werden diese mit einem Zuschlag von 17 % berücksichtigt.

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Bemessungsgrundlage – Beispiel

Krankenstand von 19.3.2010 bis 10.6.2010
Volles Entgelt (Lohn) durch Dienstgeber/in bis 6.4.2010
Bemessungsgrundlage (Monatslohn brutto) März 2010 € 1.800,00
Davon 1/30 (für 1 Kalendertag) € 60,00
zuzüglich 17 % Zuschlag für Sonderzahlungen € 10,20
Gesamtbetrag = Bemessungsgrundlage für 1 Kalendertag € 70,20
Davon Krankengeld 50 % (kalendertäglich) brutto € 35,10
Davon Krankengeld 60 % (kalendertäglich) brutto € 42,12
Zuletzt aktualisiert am 25. April 2018