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NÖGKK: Wirkungsvoll gegen Sozialbetrug

Handshake_Foto: www.shutterstock.com

Behördenübergreifende Zusammenarbeit für ein faires Sozialsystem:

Perfekt eingespielte Teams und die Gunst des Überraschungseffekts sind es, die Coups wie diesen ermöglichen: Im Juli 2019 machte sich das Team Sozialbetrugsbekämpfung der NÖ Gebietskrankenkasse (NÖGKK) gemeinsam mit Finanzpolizei, Polizei sowie Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl zu einer unangekündigten Kontrolle am Gelände eines niederösterreichischen Logistikzentrums auf den Weg. Um 01:20 Uhr wurden dort 20 Personen bei der Arbeit angetroffen – doch gleich mehrere von ihnen waren nicht zur Sozialversicherung gemeldet. Zwei von ihnen verfügten über keinen rechtmäßigen Aufenthaltstitel in Österreich, über sie wurde die Schubhaft verhängt.

Arbeitnehmer und Wirtschaft schützen

Fälle wie dieser zeigen, wie gut die präzise Abstimmung der involvierten Abteilungen aus NÖGKK, Polizei und anderen Behörden in Niederösterreich funktioniert. Jede der Organisationen bringt vor Ort ihre individuellen Stärken und das erworbene Spezialwissen ein, um gemeinsam effizient Sozialbetrug aufzudecken.

Die behördenübergreifende Zusammenarbeit in diesem Bereich wurde in den letzten Jahren kontinuierlich auf- und ausgebaut. Sie zeigt nicht nur akut Wirkung, sondern hat auch präventiv einen großen Effekt. Gerhard Hutter, Obmann der NÖGKK, zeigt sich mit der Entwicklung zufrieden und betont die Bedeutung solcher Kontrollen: „Sozialbetrug schadet nicht nur der Versichertengemeinschaft der NÖ Gebietskrankenkasse: Er schadet den betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern selbst, weil ihre Ansprüche auf korrekte Entlohnung sowie rechtmäßige Kranken- und Pensionsversicherung nicht gewahrt werden. Und er schadet der Wirtschaft, deren gesunde Konkurrenz auf diese Weise in einen verzerrten Wettbewerb verwandelt wird.“

Vom Testlauf zum Erfolgsprojekt

Das Team Sozialbetrugsbekämpfung wurde im Juni 2013 als Pilotprojekt der NÖGKK ins Leben gerufen und aufgrund der hervorragenden Arbeitsergebnisse 2015 in den Regelbetrieb integriert. Ziel der Einheit ist es, Missbräuche und Meldevergehen aufzudecken, Scheinfirmen möglichst früh zu erkennen und Scheinselbstständigkeit zu enttarnen. Neben der Bearbeitung von konkreten, anonymen Anzeigen ist das Team regelmäßig Teil gemeinsamer Aktionen mit anderen Behörden und führt Erhebungen im Zusammenhang mit dem Sozialbetrugsbekämpfungsgesetz durch.

 

Zuletzt aktualisiert am 24. November 2019