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NÖGKK: Großes Plus für Ärztehonorare in Niederösterreich

Arzt mit Stethoskop_Foto: www.shutterstock.com

Attraktivität der Planstellen gefestigt: Kinderärzte erhalten bis zu 14,81 Prozent mehr, Allgemeinmediziner-Honorare steigen um 4,8 Prozent!

Niederösterreichs Kassenärztinnen und Kassenärzte bekommen mehr Geld. Die NÖ Gebietskrankenkasse und die Ärztekammer für NÖ einigten sich diese Woche bei ihren Honorarverhandlungen auf einen Honorarabschluss. Dieser gilt rückwirkend für die Jahre 2018 und 2019. Der Abschluss ist vorbehaltlich der Zustimmung der Gremien der NÖGKK und der Ärztekammer für NÖ.

„Es ist ein innovativer Abschluss und stärkt das Gesundheitssystem in Niederösterreich“, sagt NÖGKK-Obmann Gerhard Hutter. „Diese Einigung macht die Kassenstellen in unserem Land attraktiv und sichert die Versorgung für unsere Versicherten auf Jahre hinaus“, so Hutter, der damit ein Zeichen gegen den Ärztemangel setzen wollte. „Wir schätzen den Einsatz unserer Vertragsärztinnen und Vertragsärzte, sie machen einen großartigen Job. Unsere Wertschätzung muss sich natürlich auch im Honorar widerspiegeln. Das möchten wir nicht zuletzt mit diesem Verhandlungsergebnis zum Ausdruck bringen. Gleichzeitig wollten wir die Allgemeinmedizin und die Kinderärztinnen und Kinderärzte besonders stärken. Deshalb fiel bei diesen beiden Richtungen das Plus deutlich höher aus.“

Abschluss für zwei Jahre

Das Ergebnis im Detail: Für 2018 gibt es für alle Fachrichtungen eine Steigerung von 2 Prozent, Allgemeinmedizin erhält um 3,71 Prozent mehr, die Kinder- und Jugendmedizin wird um 10,23 Prozent gestärkt. 2019 macht das Plus für alle Fachrichtungen 2,61 Prozent aus. Hausärztinnen und Hausärzte erhalten um 4,8 Prozent höhere Honorare, Kinderärztinnen und Kinderärzte um 14,81 Prozent.

Gleichzeitig werden die Fachbereiche Neurologie und Psychiatrie in Honorarordnung und Stellenplanung getrennt – und die ärztliche Versorgung in diesen Bereichen in Zukunft neu aufgestellt. Diese beiden Bereiche erhalten einen neuen attraktiven Leistungskatalog. Es ist geplant, die Zahl der Kassenstellen in beiden Fächern in den kommenden Jahren zu erhöhen, um so eine steigende Zahl an Patientinnen und Patienten gut versorgen zu können.

Stabiles System für die Zukunft Niederösterreichs

„Dieses Paket ist zukunftsweisend und sichert die moderne kassenärztliche Versorgung in unserem Land. Die Partnerschaft mit der Ärztekammer für NÖ unter Präsident Christoph Reisner ist ausgezeichnet. Gemeinsam haben wir wichtige Reformen auf den Weg gebracht“, sagt der NÖGKK-Obmann. „Die NÖGKK gibt es nur mehr wenige Monate, dann werden die Gebietskrankenkassen zur neuen Österreichischen Gesundheitskasse fusioniert. Ich nutze diese Zeit, um Niederösterreich und seiner Bevölkerung ein stabiles System für die Zukunft zu hinterlassen.“

Zuletzt aktualisiert am 11. September 2019